Max Schmidt fuhr mit seiner Suzuki auf dem Lausitzring auf der Überholspur.
„Mad Max“ Schmidt lässt auch auf der 1000er Suzi die Konkurrenz hinter sich
24. September 2020
alle anzeigen

Furioses Superbike-Finale für Max Schmidt

Max Schmidt stolz mit seiner Rennmaschine

Max Schmidt stolz mit seiner Rennmaschine und seinem Endresultat am Hockenheimring. Foto: T. Kuttruff/T. Kuttruf

Das Wuppertaler Rennsporttalent schließt seine überragende Einsteigersaison auf Platz zwei ab.

Souverän auf Platz zwei war Wuppertals derzeit größtes Motorradsport-Talent Max Schmidt ins Finale um den Pro Superstock Cup am Hockenheimring gegangen. Doch im Hockenheimer Motodrom wurde es für den 17-Jährige noch einmal spannend und sogar dramatisch bis er sich letztlich in seinem ersten Jahr in dieser Klasse – der 2. Liga der Superbikes – auch in der Endabrechnung Rang zwei noch sichern konnte.

Und das kam so: Vor den beiden abschließenden beiden Rennen in Hockenheim hatte der junge Wuppertaler nach vier zweiten Plätzen 20 Punkte Rückstand auf den führenden Österreicher Nico Thöni und wollte sich auch im Meisterrennen durchaus noch nicht geschlagen geben, was er schon im Qualifying mit der schnellsten Zeit unter Regenbedingungen gezeigt hatte.

Im ersten Rennen lieferten sich Schmidt und Thöni ein munteres Match mit einigen Führungswechseln und beim Versuch, den Wuppertaler abzuschütteln, ging Thöni in Runde fünf ausgangs der ersten Kurve zu Boden. Mit großem Vorsprung auf die Verfolger hatte der Neueinsteiger schlagartig die Meisterschaft in Reichweite. Doch drei Runden vor Schluss erwischte es dann auch den bis dato fehlerfreien Schmidt. Beim Anbremsen der berühmten Sachskurve, klappte das Vorderrad seiner 1000er Suzuki schlagartig weg. Er landete im Kiesbett und musste mit ansehen wie Robert Conrads den Sieg „erbte“ und sich so vor dem letzten Rennen am darauffolgenden Tag den zweiten Platz in der Gesamtwertung schnappte.

Nach intensiver Arbeit in der Box des HPC Power Suzuki Racing Teams gelang Max Schmidt dann am Sonntag aus der zweiten Reihe ein explosiver Start. Mit Nico Thöni und Timo Kugler setzte sich die Nummer 25 auf der knallblauen Suzuki schnell vom Rest des Feldes ab. Während Schmidt bis Rennmitte das Tempo der Spitze mitgehen konnten und zwischenzeitlich sogar die schnellste Rennrunde fuhr, musste der Gymnasiast vom Carl-Fuhlrott-Gymnasium die Spitze ab Rennmitte ziehen lassen. Der sichere dritte Rang reichte dennoch für den Gewinn des Vize-Meistertitels.

Mit gemischten Gefühlen gab er im Anschluss sowohl Freude wie Frust zu Protokoll. „Das Saisonfinale wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Vor allem der Sturz im ersten Lauf war mir eine Lehre. Dass ich heute wieder auf dem Podest stehe und wieder zurück auf den zweiten Platz insgesamt fahren konnte ist mehr als versöhnlich und freut mich auch sehr für das Team. Die Mannschaft ist mit mir durch das Tief gestern gegangen.“ Dennis Hertrampf, Chef des HPC Power Suzuki Racing Teams, lobte den Neuling: „Wir sind in diese sehr spezielle Saison 2020 mit Max gestartet, um ihn in Ruhe an die Power einer 1000er heranzuführen. Der junge Schüler hat diesen Lehrgang extrem schnell und mit herausragender Leistung absolviert. Sein Talent war uns bekannt, dass Max aber aus dem Stand heraus ein Podium nach dem anderen herausfahren konnte, hat unser ganzes Team begeistert und motiviert.

Quelle: www.wz.de
Von 30.09.2020
Foto: T. Kuttruf

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.